5 Sicherheits-Tipps für jedermann

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„Your website has been hacked“

Diese Meldung begrüßte mich neulich auf einem meiner eigenen Projekte www.urstrg.com. Nach dem ersten Schock und einer nachfolgenden Säuberung (nach einem halben Tag lief die Seite wieder) zeigt sich: Man kann einfach nicht vorsichtig genug sein.

Aus diesem Anlass heraus möchte ich heute einmal generell über Sicherheit schreiben. Oder: Wie einfach mache ich es potentiellen digitalen Angreifern?

1. Passwörter:
Ob Sie es glauben oder nicht:
Zu den den beliebtesten Passwörtern 2015 weltweit zählten:

123456
password
qwerty
adobe123

Da braucht es nur wenige Versuche und das E-Mail-Postfach ist „geknackt“.

Ein sicheres Passwort ist länger als 8 Zeichen und beinhaltet Sonderzeichen, Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben. Wählen Sie etwas, dass Sie sich gut merken können (bauen Sie sich eine Eselsbrücke).

Zum Beispiel: Der Satz „Eiscreme im Sommer kostet Geld“ kann als Hilfe dienen. Die einzelnen Bestandteile werden durch Zahlen, oder Sonderzeichen ersetzt. Daraus kann werden:

e1Scr3me°$

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Passwort stark genug ist, testen Sie es einfach hier: http://www.browsercheck.pcwelt.de/passwortstarke-messen

2. Virenschutz
Ein stets aktueller Virenschutz unterstützt Sie, von Trojanern und Co. frei zu bleiben. Jetzt kennen Sie sicherlich auch Leute mit Apple-Rechnern, die behaupten, es gäbe auf Ihrem System keine Viren.
Das stimmt nicht ganz. Für den Mac existieren knapp 200 Schädlinge, das war´s dann allerdings schon. Für Windows-PCs sind aktuell mehr als 20.000.000 Virenvarianten bekannt, täglich werden es mehr.

Installieren Sie einen Virenschutz (Avira, Avast, Panda und Co. gibt es größtenteils sogar gratis).

3. Datensicherungen
Nicht nur Software, auch die Hardware kann jederzeit einen Defekt aufweisen. Eine kaputte Festplatte hatte mir im Jahre 2008 in meinem MacBook das Leben schwer gemacht. Meine Empfehlung: Duplizieren Sie Ihr gesamtes (!) System auf mindestens eine externe Festplatte. Am Mac geht das ganz einfach mit „Time Machine“, für PC gibt es „DriveImage“, „Clonezilla“ und Co.

Selbst bei einem Totalausfall des Systems können Sie bei bestehendem Backup auf einem komplett neuen Rechner alles wiederherstellen.

4. Aktualität
Betriebssystem, Programme, Virenschutz und Co. müssen mit der Zeit erneuert werden. Sorgen Sie dafür, immer die letzten Updates zu haben.

Jede neue Version schließt in der Regel Sicherheitslücken oder sorgt dafür, dass Ihr System weniger Angriffsfläche bietet.

Das gilt übrigens auch für Websiten. Auch diese haben eine Art „Betriebssystem“ – das CMS. Ist es nicht auf dem neuesten Stand, steigen die Chancen für einen erfolgreichen Angriff durch Dritte.

5. Verschlüsselung
Verschlüsseln Sie Ihre Daten. Das kann man für ganze Festplatten tun mit Truecrypt, Bitlocker oder anderen Lösungen.

Auch ihre Internetverbindung sollten Sie soweit es geht verschlüsseln. VPN und SSL heißen hier die Zauberworte.

Ein Tipp noch für die Verwendung von öffentlichen WLAN-Netzwerken in Restaurant und Co.: Loggen Sie sich nicht in wichtige Plattformen ein. Onlinebanking, E-Mail-Abfrage und auch Facebook sind tabu für öffentliche Netzwerke. In einem öffentlichen WLAN Netzwerk Passwörter herauszufinden ist ein Leichtes für geübte Hacker.

 

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